Demokratie im Gespräch
Kurse (7)
Demokratiekirche - Workshop „Zusammen gegen die Klimakatastrophe": Protest aus Glaubensgründen
Wie kann christlicher Glaube zivilen Ungehorsam begründen? Pfarrerin Andrea Rückert berichtet von ihrem Engagement bei der „Letzten Generation“ und lädt zur Auseinandersetzung mit der Frage ein: „Wäre Jesus Klimaaktivist?“
Workshopleitung: Pfarrerin Andrea Rückert von der Initiative „Nein und Amen“
Ort: Besprechungsraum im Gemeindehaus, Kaiser-Wilhelm-Straße 18
maximal 12 Teilnehmende
Veranstalter: Evangelische Kirche Starnberg
Demokratiekirche - Workshop: Zusammen für Frieden: Wehrdienst und Friedenspflicht
„Kann man mit Waffen Frieden schaffen?“ Das ist eines unserer großen Dilemmata unserer Zeit. Manche beantworten diese Frage mit Ja und melden sich freiwillig für die Bundeswehr, um für den Schutz anderer und unserer freiheitlichen Demokratie einzustehen. Wie verhält sich dazu die christliche Botschaft, in deren Zentrum Gewaltverzicht und Feindesliebe stehen? Wir machen uns auf die Suche nach eigenen Antworten: mit dem 15-minütigen BR-Film „Sinn & Seele: Kann man mit Waffen Frieden schaffen“ als Einstimmung und anschließender Diskussion. Es diskutieren mit den Anwesenden Oberst Jürgen Schweiger vom Bundeswehrstandort Pöcking und Pfarrer Simon Döbrich.
Ort: Großer Saal im Gemeindehaus
Zeit: 14.30-15.45
Max. 40 Teilnehmende
Sinn & Seele - Mit Waffen Frieden schaffen? - hier anschauen
Veranstalter: Evangelische Kirche Starnberg
Demokratiekirche - Workshop: Zusammenhalten heißt auch Dagegenhalten, aber wie?
Das politische Klima in unserem Land ist rauer geworden. Krisen, gesellschaftlicher Wandel und Existenzängste verschaffen Rechtspopulisten Aufwind – eine gravierende Gefahr für unsere Demokratie: Menschenrechte werden missachtet, Minderheiten ausgegrenzt und demokratische Freiheiten infrage gestellt. Wir alle sind gefordert, dagegenzuhalten. Aber wie? In diesem 75-minütigen Workshop zeigen wir konkrete Handlungsstrategien – vom Familientisch über Verein und Gemeinde bis zum öffentlichen Bekenntnis zur Demokratie. Denn wer schweigt, wird zur schweigenden Mehrheit gezählt. Sind Sie dabei? Wir lernen gemeinsam, wie wir auf jeder Ebene Haltung zeigen können.
Workshopleitung: Christiane Krinner, gemeinsam-demokratisch-bunt e.V.
Zeit: 15.45-17.00 Uhr
Ort: Besprechungsraum im Gemeindehaus
maximal 12 Teilnehmende
Veranstalter: Evangelische Kirche Starnberg
Demokratiekirche - Workshop: Zusammenhalten mit Geflüchteten
Diskutieren Sie mit ehrenamtlichen Experten Pro und Contra der Seenotrettung in Hinblick auf die aktuellen „Abschiebepolitik“ und über die Integration der Geflüchteten mit Schwerpunkt auf Arbeits- und Wohnraumvermittlung im Landkreis Starnberg. Wenn wir zusammenhalten, sichern wir Menschlichkeit und Wohlstand zugleich. Darüber reden wir...
Workshopleitung: Martin Lehmann-Dannert, Peter Frey, Georg Straßer (Tutzing hilft im Mittelmeer und Raumgeben.net)
Zeit: 16.15-17.30 Uhr
Ort: großer Saal im Gemeindehaus
maximal 40 Teilnehmende möglich
Veranstalter: Evangelische Kirche Starnberg
Kanzelrede „Demokratie unter Druck: Warum Kirche in der Zivilgesellschaft Farbe bekennen muss und Orgelkonzert
Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing
Orgelkonzert mit Universitätsmusikdirektor Thomas Koenig
Veranstaltungsort: Friedenskirche Starnberg, Kaiser-Wilhelm-Str. 18
Anmeldung nicht erforderlich.
Greift Brüssel durch? Regulierung von sozialen Medien in der EU
Mit dem Digital Services Act setzt die EU neue Regeln für soziale Medien: mehr Verantwortung, mehr Transparenz, strengere Vorgaben für die Plattformen. Aktuell wird vor allem über die Pflichten bei der Entfernung illegaler Inhalte, den Umgang mit Desinformation, die Offenlegung von Empfehlungsalgorithmen und die Einrichtung wirksamer Beschwerdemechanismen diskutiert. Erste Verfahren gegen Unternehmen laufen bereits - ein Hinweis darauf, dass die EU ihre neuen Regeln auch tatsächlich durchsetzt. Allerdings tut sie dies in einem politischen Umfeld, in dem US-Technologiekonzerne und US-Regierung die Moderation von Content als Zensur ansehen. Wir diskutieren mit Expertinnen und Experten darüber, wie effektiv eine Regulierung durch die EU ist.
KI und Polizeiarbeit: Im Spannungsfeld von Freiheit und Sicherheit
„Kommissar KI ermittelt“ heißt es immer häufiger bei der Polizei. Seine Möglichkeiten sind immens: Neue Analysemethoden können in kürzester Zeit entscheidende Informationen aus umfangreichen Aktenbeständen herausfiltern, mittels Gesichtserkennung und Verhaltensanalyse können „Gefährder“ und vermisste Personen identifiziert werden, KI kann auch Bilddatenmengen aus dem Internet, zum Beispiel in Zusammenhang mit Kinderpornographie, für die Strafverfolgung aufbereiten, Chatverläufe und SocialMedia können durchforstet werden.
Viele dieser Möglichkeiten von KI befinden sich in der Testphase und oftmals fehlen gesetzliche Grundlagen. Für ganz verschiedene Anwendungskontexte sind juristische Klärungen zu machen, zum Beispiel mit Blick auf das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung und die Menschenwürde. Es stellt sich in jedem Fall die gesellschaftliche Frage, wie intensiv KI-Instrumente für die Sicherheit eingesetzt werden können, ohne die Freiheitsrechte unverhältnismäßig einzuschränken. Mit dieser Ausgabe der „Demokratie im Gespräch“ wollen wir zu dieser Diskussion einen Beitrag leisten.